Herdr Releases Desktop App, Providing a Unified Console for Coding Agents Such as Claude Code and Codex
Herdr has released a standalone desktop app that provides a unified console for command-line coding agents such as Claude Code and Codex, and it already supports Linux, macOS, and Windows. The app is built on GPUI and runs on top of a new background service, herdr-core (command hc); it does not share sessions with the terminal version, and when the window is closed or the app is updated, the process continues running in the background. It collects agents' working, blocked, done, and idle states via the OSC 7501 escape sequence, supports connecting to remote machines over SSH, and stores configuration, keyboard shortcuts, JSON layouts, and JavaScript Mods as files in ~/.config/herdr-app, reloading them immediately after saving; the official notice states that Mods have no sandbox and run with the user's privileges.
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The original text explains the architectural separation between the desktop app and the terminal version, as well as the specific approach of using OSC 7501 status reporting and file-based configuration to revamp the interface.
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This article is also available in English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
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Herdr hat eine eigenständige Desktop-Anwendung veröffentlicht, die als Schaltzentrale für KI-gestützte Coding-Agenten dient. Das Programm steht ab sofort für Linux, macOS und Windows bereit. Es lagert laufende Terminal-Prozesse in einen neuen Hintergrunddienst aus, bindet entfernte Rechner per SSH ein und lässt sich im laufenden Betrieb über Konfigurationsdateien und JavaScript-Erweiterungen umbauen.
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Das Open-Source-Projekt Herdr richtet sich an Softwareentwickler und Administratoren, die mehrere Kommandozeilen-Agenten wie Claude Code oder Codex gleichzeitig über verschiedene Projekte hinweg einsetzen. Bisher war das Werkzeug primär ein Terminal-Multiplexer für Flotten von Coding-Agenten, ähnlich wie tmux. Herdr bietet eine strukturierte Arbeitsumgebung samt Statusübersicht, die anzeigt, welcher Prozess noch rechnet, seine Aufgabe erledigt hat oder auf eine Nutzereingabe wartet.
Eigener Unterbau statt bloßem Frontend
Laut der Vorstellung auf der Projektseite ist die neue Desktop-App kein bloßes grafisches Frontend für den bisherigen Terminal-Multiplexer. Vielmehr handelt es sich um ein separates Programm auf Basis des UI-Frameworks GPUI, das auf dem neuen Hintergrunddienst herdr-core (Kommandozeilenbefehl hc) aufsetzt. Die bisherige Konsolenversion nutzt ihren eigenen Server und wird parallel weitergeführt. Entsprechend teilen sich die beiden Varianten keine laufenden Sitzungen.
Die Architektur trennt die Darstellung strikt von der Ausführung: Das App-Fenster verwaltet lediglich die Ansicht, während herdr-core die Terminals und Agenten betreibt. Schließt man die Anwendung, stürzt die Oberfläche ab oder wird ein App-Update eingespielt, laufen die Prozesse im Hintergrund also weiter. Erst das gezielte Schließen eines Tabs oder Panes beendet das zugehörige Terminal. Nach einem Systemneustart stellt Herdr die Fensterstruktur mit frischen Shells im letzten Arbeitsverzeichnis wieder her, nimmt abgebrochene Agentenläufe aber nicht selbstständig wieder auf.
Herdr organisiert die Arbeit in Spaces, meist einem pro Repository und Rechner. Sie enthalten wiederum Tabs und Panes. Eine Seitenleiste fasst alle aktiven Agenten zusammen. Um deren Zustand zuverlässig zu erfassen, wertet Herdr die offene Terminal-Escape-Sequenz OSC 7501 aus. Agenten oder eigene Shell-Skripte können darüber per einfachem printf-Befehl ihren Status – working, blocked, done, idle – an die Oberfläche melden. Benötigt ein im Hintergrund laufender Agent eine Freigabe oder schließt er seine Arbeit ab, informiert die App per Ton und Systembenachrichtigung. Agenten ohne OSC-7501-Unterstützung laufen in Herdr, liefern aber keine Statusanzeige.
Zudem können Agenten über hc selbst weitere Unterprozesse und Hilfsagenten in eigenen Terminals starten, ihnen Texteingaben schicken und auf deren Ergebnisse warten. Ein Hauptagent kann so etwa einen Testlauf oder ein Code-Review an einen zweiten Agenten delegieren. Dessen Rückmeldung landet anschließend direkt im Eingabepuffer des Auftraggebers. Über die Seitenleiste oder die Einstellungen lassen sich zudem entfernte Server, virtuelle Maschinen oder Cloud-Sandboxes per SSH einbinden. Deren Spaces und Agenten erscheinen in derselben Übersicht, laufen aber im herdr-core des Zielsystems weiter, wenn das lokale System nicht mehr zur Verfügung steht.
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Oberfläche per Datei und Agent umbauen
Zentral für die Desktop-App ist ihre offene Struktur: Nahezu alle Bedienelemente – von der Seitenleiste über die Tableiste bis zu Menüs und Dialogen – bestehen aus Layouts und sogenannten Mods. Laut der Dokumentation im GitHub-Repository legt Herdr sämtliche Einstellungen, Tastenkürzel, JSON-Layouts und JavaScript-Mods als einfache Dateien unter ~/.config/herdr-app ab. Auf GitHub liegt auch eine automatisch gepflegte AGENTS.md, die angeschlossenen Coding-Agenten erklärt, wie sie das Programm steuern und umbauen können.
Entwickler können ihren Agenten dadurch direkt im Terminal anweisen, die App selbst anzupassen. Speichert der Nutzer oder ein Agent eine solche Datei, lädt das Fenster die Änderung sofort neu. Bei fehlerhaftem Code bleibt die letzte funktionierende Version aktiv. Die Herdr-Entwickler weisen allerdings darauf hin, dass Mods ohne Sandbox mit den Rechten des Nutzers laufen. Sie können daher unter anderem auf Dateien zugreifen und Programme starten.
(fo)