The Next Bottleneck for Europe's Electronics Industry: Tightening PCB Supply
The AI boom is driving up demand for data center servers, pushing the capacity of Asian PCB manufacturers to its limits. Some specialty materials such as glass fiber cloth are produced globally by only a few manufacturers, and the Iran war has driven up energy prices and caused delivery difficulties for precursor materials such as epoxy resin. ZVEI and FED point out that the EU has for years provided insufficient support for domestic PCB manufacturing, and that supporting chip manufacturing alone is not enough to enhance digital sovereignty.
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This article is also available in English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
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Ohne Leiterplatte keine Elektronik: Der Zusammenhang ist trivial. Nach Meinung von Fachverbänden wie ZVEI und FED tun EU und europäische Staaten trotzdem seit Jahren zu wenig für hiesige Hersteller von Platinen beziehungsweise Printed Circuit Boards (PCBs). Die stammen wegen der dort niedrigeren Produktionskosten zum allergrößten Teil aus Asien, insbesondere China.
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Weil der KI-Hype die Nachfrage nach Servern für Rechenzentren explodieren lässt, geraten auch PCB-Hersteller in Asien an die Grenzen ihrer Kapazitäten. Zudem werden Vorprodukte knapp. Manche Spezialmaterialien wie das stützende Glasgewebe für Platinen stellen nur wenige Firmen weltweit her. Dazu kommt der Iran-Krieg: Er treibt Energiepreise hoch und führt zu Lieferschwierigkeiten bei einigen Vorprodukten. So sollen große Anlagen zur Herstellung hochwertigen Epoxidharzes für Leiterplatten in Saudi-Arabien bei al-Dschubail (Jubail) beschädigt worden sein.
Schon lange weist der ZVEI darauf hin, dass Förderung der Chip-Herstellung in Europa zwar sinnvoll ist, aber für sich genommen nicht ausreicht. Denn für einen höheren Grad digitaler Souveränität ist die gesamte Fertigungskette für Elektronik wichtig.
Fast alle Industriezweige brauchen Platinen
Weil kaum ein modernes Gerät ohne (digitale) Elektronik auskommt, stecken überall Leiterplatten drin. Nun gibt es sehr unterschiedliche Anforderungen an diese Platinen, von sehr einfachen bis hin zu solchen mit mehr als 15 Kupferlagen, besonders feinen Strukturen und speziellen dielektrischen Eigenschaften des Isolationsmaterials.
Bereits im Juli hat der Fachverband Elektronikdesign und -fertigung e. V. (FED), der 700 Mitglieder vertritt, Empfehlungen zur Liefersituation bei Standard-PCBs auf Basis des Materials FR4 veröffentlicht. Im Jahr davor hat der ZVEI ein „Positionspapier zur Stärkung der europäischen Leiterplatten- und Elektronikfertigung für kritische Infrastrukturen“ herausgegeben. Der Fachverband PCBs, Components and Systems im ZVEI vereint mehr als 200 Hersteller.
In den Gehäusen von KI-Beschleunigern und Prozessoren stecken ebenfalls spezielle Platinen als Chipträger (Die Carrier), bei denen Engpässe schon bekannt sind. Erst 2020/21 hat die Chipkrise nach der Corona-Pandemie verdeutlicht, wie extrem sich Lieferschwierigkeiten selbst billiger Standardbauteile auf ganze Branchen auswirken.
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(ciw)