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heise onlineUpdated Oct 27 01:23

Anthropic Files Prospectus: First-Half Revenue of $1.63 Billion, Net Loss of $8.07 Billion

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Anthropic publicly filed its prospectus with the SEC on Monday, planning to list on Nasdaq under the ticker ANT, with the number of shares offered and pricing not yet determined. First-half 2026 revenue rose from $116 million in the same period a year earlier to $1.63 billion, of which about 80% came from usage-based billing such as APIs; the operating loss narrowed from $210 million to $69.3 million, and the net loss of $8.07 billion mainly stemmed from a $72.4 billion book valuation effect. The prospectus also disclosed compute commitments of at least $11.45 billion to Google, $11 billion to Amazon, and $4.49 billion to Microsoft, as well as $161.2 billion in hardware lease obligations to Broadcom.

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The prospectus discloses that Anthropic's first-half revenue rose to $1.63 billion and its operating loss narrowed, while also listing long-term compute commitments to cloud providers.

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Das KI-Unternehmen Anthropic hat am Montag seinen Börsenantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlicht und damit einen weiteren Schritt in Richtung Börsengang gemacht. Laut Ankündigung will Anthropic seine Aktien unter dem Kürzel ANT an der Nasdaq notieren lassen. Wie viele Aktien das Unternehmen und bestehende Aktionäre anbieten und zu welchem Preis, steht noch nicht fest. Den Antrag hatte Anthropic bereits im Juni vertraulich eingereicht.

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Der Börsenprospekt zeigt ein rasantes Wachstum: Im ersten Halbjahr 2026 vervierzehnfachte Anthropic seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,16 auf 16,3 Milliarden US-Dollar. Rund 80 Prozent des Umsatzes erzielte Anthropic mit nutzungsabhängigen Gebühren, etwa für den Zugriff auf KI-Modelle über Programmierschnittstellen. Abonnements machten die übrigen 20 Prozent aus. Treiber ist vor allem die Nachfrage von Unternehmen nach Claude und KI-Programmierwerkzeugen.

Bewertungseffekte treiben Nettoverlust

Trotz der stark steigenden Erlöse weist Anthropic für das erste Halbjahr einen Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar aus. Ein Jahr zuvor waren es 13 Milliarden Dollar. Der enorme Verlust ist größtenteils auf buchhalterische Bewertungseffekte zurückzuführen: Weil Anthropics Unternehmenswert stark gestiegen ist, erhöhte sich auch der rechnerische Wert bestimmter Ansprüche von Investoren. Diese Wertsteigerung musste Anthropic als Verlust verbuchen, obwohl dadurch kein Geld abfloss. Allein darauf entfallen 72,4 Milliarden Dollar.

Der operative Verlust schrumpfte dagegen von 2,1 Milliarden auf 693 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal erzielte Anthropic bei 11,6 Milliarden Dollar Umsatz bereits rund eine Milliarde Dollar operativen Gewinn. Der operative Cashflow war im ersten Halbjahr mit 3,9 Milliarden Dollar positiv, nach minus 1,5 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Milliardenverpflichtungen für KI-Infrastruktur

Teuer bleibt der Ausbau der KI-Infrastruktur. Die Aufwendungen für Rechenleistung und Infrastruktur stiegen im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2,3 auf 8,9 Milliarden Dollar.

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Im Börsenprospekt legt Anthropic langfristige Verpflichtungen gegenüber seinen Cloud-Anbietern offen: Mindestens 114,5 Milliarden Dollar entfallen auf Google, 110 Milliarden auf Amazon und 44,9 Milliarden auf Microsoft. Dafür erhält Anthropic über mehrere Jahre Rechenleistung, die das Unternehmen auch dann bezahlen muss, wenn es sie nicht vollständig nutzt. Hinzu kommen Leasingverpflichtungen für KI-Hardware von Broadcom über insgesamt 161,2 Milliarden Dollar ohne Berücksichtigung der Zinsen. Die Verpflichtungen erstrecken sich über mehrere Jahre und sind keine bereits geleisteten Ausgaben.

Laut Bloomberg könnte Anthropic noch im November an die Börse gehen und den Rekord von SpaceX übertreffen. SpaceX sammelte im Juni einschließlich einer zusätzlichen Aktienplatzierung rund 86 Milliarden Dollar ein. Die New York Times schätzt, dass Anthropic dabei Aktien im Wert von mehr als 100 Milliarden Dollar anbieten und eine Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar erreichen könnte. Der Börsengang wird damit auch zum Test, wie viel Anleger angesichts der enormen Infrastrukturkosten für KI-Unternehmen zu zahlen bereit sind.

(tobe)

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