←新闻详情

heise online更新于 10月28日 10:39

英飞凌将在奥地利建设全球首座300毫米氮化镓功率半导体量产厂

Infineon baut erste Hochvolumenfertigung für 300-mm-Galliumnitrid-Halbleiter | heise online

AI 导读

英飞凌将在奥地利菲拉赫改造现有洁净室,建设全球首座300毫米氮化镓(GaN)功率半导体大规模量产工厂,计划2027年底投产,投资约11亿欧元,其中最多3.19亿欧元来自欧盟芯片法案补贴。GaN功率器件可在1700伏阻断电压下高频低损耗开关,用于太阳能逆变器、充电器、电机控制和AI系统电源,英飞凌称这将使其成为全球首家将GaN功率电子推向规模化量产的企业。

正文

close notice

This article is also available in English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

.

Die weltweit erste Anlage zur Herstellung von Galliumnitrid-Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern in großem Umfang entsteht in Europa, genauer gesagt in Villach im Süden Österreichs. Infineon Technologies Austria rüstet dort einen bestehenden Reinraum auf. Der Produktionsbeginn ist für Ende 2027 geplant. Der technische Durchbruch bei Galliumnitrid-Wafern ist Infineon Austria vor gut zwei Jahren gelungen. Infineon positioniert sich damit als Anbieter von Wafern aus allen drei Materialien: Silizium, Siliziumkarbid und Galliumnitrid.

Weiterlesen nach der Anzeige

Galliumnitrid (GaN) ist (wie Siliziumkarbid) ein sogenannter Wide-Bandgap-Halbleiter mit breitem Abstand zwischen Valenz- und Leitungsband. Das erlaubt, starke Ströme mit hohen Frequenzen und niedrigen Verlusten zu schalten, bei Sperrspannungen bis zu 1700 Volt. Daraus folgen geringere Größe und Gewicht für Geräte wie Solarwechselrichter, Ladegeräte, Motorsteuerungssysteme oder Stromversorgungen für KI-Systeme. Dank höherer Effizienz sinkt auch der Treibhausgasausstoß. Als Beispiel umgelegt auf Elektroautos bedeutet dies leichtere Akkumulatoren, höhere Reichweiten und schnelleres Laden.

„Mit der Errichtung der 300-Millimeter-Hochvolumenfertigung bringen wir Galliumnitrid-Leistungselektronik als erstes Unternehmen weltweit in die Volumenfertigung“, freut sich Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. „Damit ebnen wir den Weg für den flächendeckenden Einsatz von Galliumnitrid in einer Vielzahl an Schlüsselanwendungen in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Energie-Infrastruktur, Elektromobilität und Robotik.”

1,1 Milliarden Euro inklusive EU-Subvention

Für die Serienproduktion müssen rund 1,1 Milliarden Euro investiert werden, wovon bis zu 319 Millionen Euro aus einer Subvention der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Chips Acts kommen sollen. Die formale Zuteilung durch das österreichische Wirtschaftsministerium steht noch aus, doch lässt die Regierung keine Zweifel an ihrer Einstellung zum Projekt: „Mit dem Milliarden-Investment von Infineon erleben wir eine der größten Einzelinvestitionen in der Geschichte der österreichischen Hightech-Industrie”, sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). „Das ist nicht nur ein starkes Bekenntnis zu unserem Wirtschaftsstandort, sondern stellt auch sicher, dass die Zukunft der Halbleiterindustrie nicht nur in Asien oder Amerika entschieden wird, sondern auch in Österreich und Europa.”

Stockers Ziel ist, dass sein Land „2035 wieder zu den zehn führenden Industrienationen der Welt” gehört. „Europa steht derzeit nur für rund zehn Prozent der weltweiten Chipproduktion”, weiß sein Parteikollege Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. „Österreich ist bei energieeffizienten Chips bereits führend. Gemessen an unserer Bevölkerungsgröße liegen wir bei den Ausgaben für betriebliche Forschung im Halbleiterbereich EU-weit auf Platz eins. Diesen Vorsprung wollen wir mit unserer Industriestrategie ausbauen”. Bei Leistungselektronik liegt Europas Markanteil laut Infineon bei circa 40 Prozent.

Villach im Bundesland Kärnten ist Infineons globales globales Kompetenzzentrum für Leistungselektronik und neue Halbleitermaterialien. Infineon Austria beschäftigt rund 5.800 Mitarbeiter, von denen 2.500 forschen und 4.800 am Standort Villach tätig sind. Der Aufbau der 300-Millimeter-GaN-Fertigung soll positive Wechselwirkungen mit den in Villach ebenfalls angesiedelten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Leistungselektronik auslösen. Galliumnitrid ermöglicht noch höhere Schaltgeschwindigkeiten als Siliziumkarbid (SiC), soll bei Infineon aber nicht mehr kosten.

Weiterlesen nach der Anzeige

(ds)

来源

heise online